Eine plötzliche Trennung, Stress bei der Arbeit oder Spannungen im sozialen Umfeld – Lebenskrisen begegnen uns häufiger, als wir vermuten würden. Erst lief alles gut und plötzlich funktioniert gar nichts mehr. Lebenskrisen wie dramatische Trennungen, Verluste oder vermasselte Prüfungen kommen häufig völlig unerwartet und werfen Dich in ein tiefes, dunkles Loch. Wie sollst Du da nun wieder herauskommen? Im nachfolgenden Beitrag erfährst Du alles über innere Stärke, sinnvolle Überwindungsstrategien und wie Resilienz Dein Leben verbessert.

Niemand kann (Lebens-)Krisen planen

In unserer heutigen Welt scheint alles kontrollier- und optimierbar zu sein. Checklisten, Fitnesstracker und Kalorienzähler erzeugen die Illusion, dass wir jeden Aspekt unseres Lebens unter Kontrolle haben. Plötzliche Krisen treffen uns deswegen besonders hart. Dass Dein Leben gar nicht planbar ist, bemerkst Du erst bei völligem Kontrollverlust. So werfen Krisensituationen jeden erst einmal aus der Bahn. Wie Du Deine persönlichen Tiefpunkte meistern kannst, bestimmt eine essenzielle psychische Eigenschaft: die Resilienz.

Was ist Resilienz?

Resilienz stammt vom Lateinischen "resilire" und bedeutet übersetzt "zurückspringen". In der Wissenschaft und Technik beschreibt der Begriff die Fähigkeit, nach einer starken Belastungsprobe wieder in den ursprünglichen Zustand zurückkehren zu können. Resilienz bezogen auf die menschliche Seele bedeutet so viel wie "Stressresistenz" oder "innere Stärke". Der Begriff beschreibt also die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und daran zu wachsen. Doch das ist noch nicht alles: Resilienz hilft Dir dabei, in turbulenten Phasen Ruhe zu bewahren und generell stressresistenter zu reagieren.

Psychologen sind sich heute sicher, dass die Grundsteine für unsere psychische Widerstandskraft in der frühen Kindheit gelegt werden. In einem liebevollen und offenen Umfeld lernt ein Kind automatisch die Grundlagen der Resilienz: Empathie, Offenheit, Wertschätzung und Respekt.

Lässt sich Resilienz trainieren?

Die Fähigkeit, Stress und Krisen besser zu bewältigen, kannst Du trainieren. Dieser Prozess dauert jedoch seine Zeit und erfordert eine absolute Ehrlichkeit von Deiner Seite. Viele Menschen, die mit Krisen konfrontiert werden, verleugnen diese sehr häufig. Resilienz verdrängt allerdings keine Probleme. Es ist die Fähigkeit, sich und das, was ist, anzunehmen. Einer der ersten Schritte der Resilienz ist Akzeptanz, also genau das anzunehmen, was sich nicht ändern lässt.

--> im nächsten Artikel zeigen wir 5 Strategien für mehr Resilienz